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Maßnahmen vor der Verlegung: Die Pakete dürfen erst unmittelbar vor der Verlegung geöffnet werden. Während der Wintermonate sollen die zu verlegenden Elemente in ungeöffneten Originalpack der Verlegetemperatur von ca. 18°C angepasst werden. Die Packs werden erst bei Verlegebeginn geöffnet und Restdielen bei längerer Verlegeunterbrechung in Folie wieder eingeschlossen. In Neubauten soll die hochwertig verarbeitete und getrocknete Ware nicht eingelagert werden.
Verlegerichtung: Die Verlegerichtung orientiert sich meist nach der Hauptlichtquelle im Raum, z.B. Terrassenfenster. Die Elemente sollten längs des einfallenden Lichtes verlegt werden. Die Raumproportionen können aber auch durch geschickte Wahl der Verlegerichtung betont werden. Kleine Räume erscheinen durch Verwendung von Hellen Holzarten größer.
Unterböden: Zementestrich, Anhydritestrich mit Vivelliermasse gespachtelt, Gussasphalt mit Nivelliermasse gespachtelt, V 100 (E1) Verlegespanplatte
Prüfung der Unterböden: Der Unterboden ist vor der Verlegung gemäß VOB Teil C DIN 18 356 „Parkettarbeiten“ zu prüfen. Der Boden muss druck- und zugfest, rissfrei, trocken, eben und sauber sein. Verschmutzte Untergründe müssen von Verunreinigungen wir Ölen, Fetten, Wachs, Farbe, Gips, Staub und anderen haftungsstörenden Substanzen befreit werden.
1. Feuchteüberprüfung: Der Unterboden muss auf eventuelle Feuchtigkeit mit z.B. CM-Messgeräten überprüft werden. Grenzfeuchtigkeitsgehalt: - Zementestrich max. 2,0 CM-(Masse) % / bei Fußbodenheizung 1,8 % CM - Anhydritestrich max. 0,5 CM-(Masse) % / bei Fußbodenheizung 0,3 % CM Grundsätzlich sind niedrigere Werte anzustreben!
2. Ebenheitsprüfung (nach DIN 18 365 / Ebenheitstoleranzen nach DIN 18 202): Falls notwendig mit geeigneten Spachtel-, Ausgleichs- oder Nivelliermassen nach Herstellervorschrift egalisieren. Die Randdämmstreifen am Estrich dürfen erst nach Voranstrich- und Spachtelarbeiten entfernt werden. Bei Gussasphalt und Anhydritestrich ist es notwendig vor der Verklebung mit Spachtelmassen zu glätten, um einen saugfähigen Untergrund zu erreichen bzw. um ein Aufweichen des Anhydritestriches zu vermeiden oder um größere Unebenheiten auszugleichen. Die jeweiligen Herstellervorschriften für Spachtelmassen sind dabei zu beachten. Wichtig: Vor der Nivellierung mit Spachtelmassen muß der überschüssige, z.T. lose Quarzsand bei Gussasphalt mit einer Tellerschleifmaschine entfernt und mit Industriestaubsauger abgesaugt werden. Anhydritestriche müssen grundsätzlich vorher abgeschliffen bzw. gebürstet sein, anschließend absaugen.
3. Oberflächenfestigkeit mit Gitterritzprobe überprüfen.
4. Tagesansatzfugen im Estrich (Scheinfugen oder Sollbruchstellen) sind vor Verlegung kraftschlüssig zu verbinden. Baudehnungsfugen dürfen keinesfalls geschlossen werden.
Voranstrich: Voranstrich für Spezialkleber D, bei stark saugendem Estrich oder an der Oberfläche leicht sandendem Estrich. Auftragsmenge Voranstrich: ca. 120g/m2 mit Roller oder Bürste auftragen, dabei immer gut den Raum lüften. Nachdem der Voranstrich ausgehärtet ist (Trockenzeit bei Zementestrichen ca. 12 Stunden) kann verklebt werden.
Verklebung: Nicht unter 18°C Raumtemperatur verkleben. Eventuell Raum vorher beheizen und gut belüften, damit eine zu hohe relative Luftfeuchtigkeit im Raum (z.B. in Neubauten) vermieden wird, d.h., die rel. Luftfeuchte soll unter 70% betragen. Im Winter Luftfeuchtigkeit unter 35% vermeiden. Die Unterbodentemperatur mind. +17°C. Vor Gebrauch Kleber gut aufrühren.
Wichtig: Prüfen Sie vor dem Verlegen bei Tageslicht die Elemente auf erkennbare Fehler oder Schäden sowie auf Farbe und Struktur. Bereits verlegte Ware ist von Reklamationsansprüchen ausgeschlossen.
Verlegung im Verband
1. Verlegewerkzeuge: Spezial-Schlagklotz, Abstandskeile, Profi-Montageeisen, Voranstrich, Spezialkleber D, Zahnspachtel D, Bleistift, Meterstab.
2. Kleber vor Gebrauch umrühren. Mit Zahnspachtel auftragen, Auftragsmenge ca. 800-900 g/m2. Elemente innerhalb von 15 Min. einlegen.
3. Die Elemente werden direkt aus dem Paket entnommen und in Nut und Feder zusammengefügt. Bei Verbandverlegung muss darauf geachtet werden, dass immer eine ganze Reihe entweder nur mit linken oder nur mit rechten Stäben verlegt wird.
4. Wandabstand von ca. 10 mm mit Keilen fixieren. Falls notwendig im Randbereich oder bei Unebenheiten die Parkettelemente beschwerden. Klebstoffreste unbedingt mit feuchtem Lappen von der Parkettfläche entfernen.
Verlegung als Fischgrät
1. Zur Fischgrätverlegung werden linke und rechte Elemente benötigt. Linkes Element: Feder stirnseitig oben und an linker Längskante. Rechtes Element: Feder stirnseitig oben und an rechter Längskante.
2. Linke und rechte Stäbe sind gemeinsam verpackt. Vor der Verlegung die Elemente sortiert bereitlegen..
3. Einige Doppelreihen ohne Klebstoff auslegen und zusammenfügen. Die Richtschnur verläuft durch die Raummitte.
4. Klebstoff auftragen – entlang der mittig ausgelegten Richtschnur – nur für einige Fischgrätelemente und vorher ausgelegte, zusammengefügte Elemente in Klebebett einlegen.
5. Die Spitzen des Fischgräts laufen entlang der Richtschnur.
6. Erste Fischgrätdoppelreihe entlang der Richtschnur verkleben und auf beiden Seiten bis zur Wand verlegen.
7. Von der Mitte aus links und rechts reihenweise bis zur Wand weiterverlegen.
8. Im Wandbereich Restelemente mit 45° Sägeschnitt einpassen (umlaufend Wandabstand von ca. 10mm einplanen). In Türübergängen kann ohne Dehnungsabstand verlegt werden.
Hartholzböden über Fußbodenheizung verlegen
Hartholzböden eignen sich zur Intallation über Fußbodenheizungen, vorrausgesetzt die nötigen Vorkehrungen wurden getroffen. Fordern Sie seperate Verlegeanleitungen an.
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